LEADER-Projekt Offene Jugendarbeit in der Kulturregion Melk

LEADER-Projekt

Offene Jugendarbeit in der Kulturregion Melk (Oktober 2023 – Dezember 2025)

Im Zeitraum von Oktober 2023 bis Dezember 2025 wurde in der Kulturregion Melk erfolgreich die Offene Jugendarbeit in allen sechs Partnergemeinden etabliert. Im Rahmen einer zweijährigen Pilotphase konnten zahlreiche Angebote und Aktivitäten umgesetzt werden, die wesentlich zur Verbesserung der Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen in der Region beigetragen haben.

Ausgangspunkt des Projekts war eine Sozialraumanalyse, die von der LEADER-Region Wachau-Dunkelsteinerwald in Auftrag gegeben wurde. Diese zeigte einen deutlichen Bedarf an niederschwelligen Angeboten für Jugendliche in und um Melk auf. Auf Basis dieser Erkenntnisse wurde ein regionales Konzept entwickelt, das den Bedürfnissen junger Menschen Rechnung trägt und einen nachhaltigen Ausbau der Offenen Jugendarbeit ermöglicht.

Während der Projektlaufzeit wurden kontinuierliche Freizeit-, Begegnungs- und Beziehungsangebote in allen sechs Gemeinden der Kulturregion umgesetzt. Die regelmäßige Präsenz der Jugendarbeiter*innen ermöglichte den Aufbau tragfähiger und vertrauensvoller Beziehungen zu den Jugendlichen. Dadurch konnten diese bedarfs- und lebensweltorientiert bei der Bewältigung ihres Alltags begleitet und in ihrer sozialen, kulturellen sowie persönlichen Entwicklung unterstützt werden.

Ein besonderer Schwerpunkt lag darauf, jene jungen Menschen zu erreichen, die von bestehenden Freizeit- und Unterstützungsangeboten bislang kaum angesprochen wurden. Durch niederschwellige Zugänge, aufsuchende Jugendarbeit sowie vielfältige Freizeit- und Beteiligungsangebote konnten zahlreiche Jugendliche aktiv eingebunden werden. Die Sozialarbeiterinnen etablierten sich als verlässliche Ansprechpartnerinnen für jugendspezifische Anliegen und vertraten die Interessen der Jugendlichen gegenüber Gemeinden, Institutionen und weiteren regionalen Akteur*innen.

Das Projekt trug den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen junger Menschen – wie steigendem Leistungsdruck, zunehmender Digitalisierung, Veränderungen familiärer Strukturen sowie dem Spannungsfeld zwischen ländlichem Lebensraum und jugendkulturellen Einflüssen – erfolgreich Rechnung. Die geschaffenen Angebote stärkten die sozialen Kompetenzen der Jugendlichen, förderten ihre Selbstwirksamkeit und eröffneten ihnen Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung ihres Lebensumfeldes.

Mit der Umsetzung wurde der Verein „Jugend und Lebenswelt“ aus St. Pölten beauftragt, der seine langjährige Erfahrung aus anderen Regionen Niederösterreichs erfolgreich in das Projekt einbringen konnte. Die enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden, regionalen Einrichtungen, Schulen, Vereinen sowie der LEADER-Region Mostviertel-Mitte erwies sich dabei als wesentlicher Erfolgsfaktor.

Die Kulturregion Melk, bestehend aus den Gemeinden Melk, Loosdorf, Emmersdorf, Schönbühel-Aggsbach, Dunkelsteinerwald und Schollach, konnte durch das Projekt erstmals eine flächendeckende Offene Jugendarbeit etablieren. Die positiven Rückmeldungen von Jugendlichen, Gemeinden und Kooperationspartner*innen sowie die hohe Inanspruchnahme der Angebote bestätigen den nachhaltigen Mehrwert des Projekts. Die erfolgreiche Umsetzung der Pilotphase bildet eine solide Grundlage für die langfristige Verankerung der Offenen Jugendarbeit in der Region.

 Ein grün-schwarzer Text